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178 Beratungsanfragen verzeichnete die Beratungsstelle im Jahr 2015. Inhaltlich ging es dabei um Kinderschutzfragen und Fragen zur Erziehung im weitesten Sinne. Häufig wurden Erziehungsunsicherheiten/-probleme formuliert, Eltern äußerten ihre Überforderung und ihren Wunsch nach mehr Sicherheit im Umgang mit ihrem Kind. In 138 Fällen handelte es sich um Anfragen zu Regulations- und Anpassungsstörungen, dem Schwerpunktthema der Schreikindambulanz im Bereich der Frühen Hilfen. Das Thema „Schreien/kindliche Unruhe“ beschäftigte Eltern am meisten, dicht gefolgt von „Schlafstörungen“ und Problemen in der Interaktion.
Auszug aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung für die Tätigkeit im Jahr 2015:
„In der Essener Jugendhilfe haben Ärztliche Beratungsstelle und Kinderschutz-Zentrum einen festen Platz. Die Beratungsstelle wird als Einrichtung zum Thema Gewalt gegen Kinder, Misshandlung, Vernachlässigung, sexuelle Übergriffe und Verhaltensauffälligkeiten wahrgenommen.
Der Teilnahme an Fachtagungen, Arbeitskreisen und anderen Vernetzungsaktivitäten kam eine wichtige Bedeutung zu.
Beratungsanfragen zu Erziehungsfragen und krisenhaften innerfamiliären Situationen bildeten den Schwerpunkt der Arbeit. In Kooperation mit Familienzentren konnten Anliegen von Eltern aufgegriffen werden, z. B. der Umgang mit kindlicher Sexualität oder Geschwisterrivalität. Zusätzliche wurden Beratungen und Vorträge zu präventiven Angebote angefragt.
Die Inanspruchnahme von weitergehenden Unterstützungsangeboten im Kinderschutz-Zentrum fiel Eltern leichter, wenn ihnen die Mitarbeiterinnen bereits bekannt waren. Etwa in einem Viertel aller Beratungsfälle spielte das Thema „psychische Erkrankung“ eines Elternteils eine Rolle. Das große Interesse an dem Thema und die Notwendigkeit der fachlichen Auseinandersetzung wurden in der von der ÄB regelmäßig im Jahr mitgestalten Fachreihe unter dem Thema „Kinder psychisch kranker Eltern“ aufgegriffen.“